Der TSV Bogen und die SpVgg Hankofen trennten sich mit einem 0:0 im Landkreisderby. Ein Ergebnis, das keinem Team wirklich weiterhilft.

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. So fiel am Samstag die Derby-Bilanz beim TSV Bogen wie bei der SpVgg Hankofen aus. Mit einem torlosen Remis trennten sich die beiden Rivalen im Landkreisderby. Ein Punkt, mit dem am Ende beide Mannschaften leben können, der aber niemanden wirklich weiterbringt. Somit bleiben beide Teams auf einem Abstiegs-Relegationsplatz.

Nach dem 5:2-Erfolg gegen den TSV Kottern fühlt sich der TSV Bogen bereit für das große Landkreisderby gegen die SpVgg Hankofen.

Drei Tage vor dem großen Landkreisderby gegen die SpVgg Hankofen hat der TSV Bogen ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Bayernliga Süd gesetzt. Mit 5:2 (2:0) gewann die Mannschaft des Trainer-Duos Ben Penzkofer und Markus Rainer am Mittwoch vor 250 Zuschauern im eigenen Stadion gegen den Mitkonkurrenten TSV Kottern. "Dieser Sieg war für uns megawichtig", sagte Angreifer Granit Bilalli, mit drei Treffern Bogens Matchwinner.

Nach der Niederlage im Kellerduell gegen den FC Gundelfingen steht der TSV Bogen auf dem letzten Platz in der Bayernliga Süd.

Schaute man am Samstagnachmittag einigen Spielern des TSV Bogen beim Gang in die Kabine ins Gesicht, man hätte glauben können, der Abstieg aus der Bayernliga Süd stünde bereits fest. So weit ist es freilich noch nicht, doch die Rautenkicker mussten einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Mit 0:1 verlor die Mannschaft der beiden Trainer Ben Penzkofer und Markus Rainer gegen das bisherige Schlusslicht FC Gundelfingen und steht nun selbst auf dem letzten Platz.

TSV Rain/Lech gewinnt mit 4:1 gegen die Niederbayern – Bogens Torschütze Stefan Meyer

Eins vorne weg, das Schiedsrichtergespann hatte dieses Mal keinen Einfluss auf den Spielausgang, die Zuschauer sahen eine starke Leistung der Unparteiischen. Rain – zehn, Bogen – zwei. Das ist das nüchterne Ergebnis von zwei Mal 90 Minuten zwischen den Schwaben und den Niederbayern.
In der Pressekonferenz wünschte Rains Pressesprecher den Niederbayern, höflich alles Gute für den weiteren Saisonverlauf und meinte, mit einer lächelnden Miene „ihr dürft in der nächsten Saison gerne wieder kommen“. Markus Rainer war das Lachen bei der Pressekonferenz vergangen. Angefressen sagte dieser, „das war das schlechteste Spiel unserer Mannschaft, seit wir im Amt sind.“ Ja, die Bogener hatten all das vermissen lassen, was sie in den letzten Wochen gezeigt hatten. Laufbereitschaft, Willen und Leidenschaft. Der Sieg der Heimmannschaft geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.

Jahn II gewinnt mit 3:1 gegen den TSV – Torschütze Bogen Tobias Richter

Im Grunde genommen hat Bogen vier Treffer erzielt und dennoch verloren. Dabei wäre es nicht notwendig gewesen. Das Wort „Leo“, allgemein üblich auf den Sportfeldern, eine Ansage die für klare Verhältnisse sorgt, hat den Bogenern den Nachmittag dann völlig verdorben. Gut aufgerüstet, mit reichlicher Unterstützung aus dem Profikader ist der Jahn am Sonntag Nachmittag aufgelaufen. Entsprechend nervös und mit zu viel Respekt sind die Rautenstädter in die Begegnung gegangen. Eine Begegnung deren Ausgang für die Bogener so sehr wichtig gewesen wäre für die restlichen Spiele der Saison. Nun sind für die Bogener noch 12 Punkte zu holen. Bei optimalen Ausgang könnte sogar noch der direkte Klassenerhalt möglich sein, ansonsten müssten die Kicker der Rautenstadt nachsitzen und im schlimmsten Fall ginge es zurück in die Landesliga.

Bogen gewinnt das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Landsberg mit 2:1 – Bogens Torschützen Christoph Schambeck und Tobias Richter

Trotz des starken Regens kamen 200 Zuschauer ins städt. Stadion. Diese sahen ein zerfahrenes Spiel, mit vielen Unterbrechungen und einem „Kartenfestival“ für beide Seiten. Man merkte den Spielern schon lange vor dem Spiel die Anspannung an. Beide Seiten wussten, dass der Ausgang des Spieles einen Fingerzeig bedeuten und in welche Richtung es gehen könnte. Dabei war der Druck für die Bogener deutlich höher. Jetzt kämpfen acht Mannschaften um drei freie Plätze oberhalb der berühmten Linie. Wer kann in den letzten Wochen die meisten Punkte einfahren, wer schafft es die 40-Punkte-Marke zu knacken. Bogen hatte dieses Mal sicher eher das Glück auf seiner Seite, am Ende kamen sie aber zu einem verdienten 2:1 Sieg, weil sie auch mehr in das Spiel investierten.