Bogen verliert gegen den FC Ismaning mit 2:1 – Bogens Torschütze Christoph Schambeck

Das die Relegation für die Niederbayern unumgänglich ist, war seit dem letzten Spieltag klar. Dennoch war allen Bogenern nach dem Schlußpfiff die Enttäuschung anzumerken. Jetzt haben die Rautenstädter eineinhalb Wochen Zeit den Negativlauf aus der abgelaufenen Saison aus den Kleidern zu schütteln. Den Kickern des TSV Bogen sollte bewusst sein, dass die Relegation ein eigener Wettbewerb ist – die Uhr ist auf null gestellt und für jeden der beteiligten Vereine ergibt sich die gleiche Chance in der nächsten Saison in der Bayernliga zu spielen. Wenngleich die Rautenstädter insofern einen Vorteil haben, dass sie zunächst mit einem Freilos in die Relegation gehen. In der 2. Runde treffen sie dann auf den Sieger aus den Begegnungen zwischen Traunstein und Donaustauf.

Das Spiel vom Samstag war das letzte Verbandsspiel der Saison 2016/2017. Auch in diesem Spiel haben die Rautenstädter eine Fülle von klarsten Torchancen liegen gelassen. Selbst Ismanings Trainer Mijo Stepic spricht von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft, auch bemängelte er, dass seine Mannschaft nach der gelb-roten Karte, seines Erachtens sehr zweifelhaft, für die Bogener, zu nachlässig war und eigentlich mindestens noch den Ausgleich hätte hinnehmen müssen. Bogens Trainer Markus Rainer bemängelte einmal mehr, die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. Er hofft und wünscht sich von seiner Mannschaft, dass sie alles was zurück liegt ausblenden kann, die Relegation als neuen Wettbewerb und neue Chance sieht.

Das Spiel gegen den FC Ismaning war im Grunde genommen fast bedeutungslos. Dennoch haben beide Mannschaften versucht, das Spiel für sich zu entscheiden. Die erste Chance hatte der Gast aus dem Münchner Norden. In der 8. Minute kommt Tobias Killer im Strafraum zum Abschluss. Aber Bogens Keeper Max Putz kann den Schuss entschärfen. Praktisch im Gegenzug läuft Stefan Meyer alleine auf den Gästekeeper Florian Preußer zu, der Meyer abdrängen kann, sodass der ballführende Meyer nicht mehr einnetzen konnte. In der 19. Minute dann das 1:0 für den Gast – eine weite Flanke kommt in den Strafraum gesegelt – Putz ist mit der Faust am Ball und klärt, Ismanings Kapitän Siebald rennt in Max Putz rein, zur Überraschung aller zeigt der Schiedsrichter auf den Punkt. Diese Chance läßt sich Siebald nicht nehmen und bringt seine Mannschaft in Führung. In der Folgezeit hat Bogen durch Schambeck, Müller und Käufl die Möglichkeit auszugleichen. Aber entweder scheitern sie am Gästekeeper, oder waren im Abschluß zu unkonzentriert und vergeben die Ausgleichsmöglichkeit.

Kalt erwischt wurden die Bogener im zweiten Durchgang. Sie waren wohl noch in der Kabine und Manuel Ring nutzt die Unkonzentriertheit der Heimmannschaft aus und erhöht auf 2:0. In der Folgezeit zeigten die Bogener nochmals Moral, sie bäumten sich mächtig auf und drängten vehement auf den Anschlusstreffer. Deutliche Chancen wurden erneut liegen gelassen und als Tobi Richter nach einem Foulspiel im Strafraum an ihn, wegen angeblicher „Schwalbe“ in die Kabine geschickt wurde war die Messe eigentlich gelesen. Zur Überraschung der Zuschauer, waren ab diesem Zeitpunkt die Bogener deutlich überlegen und kamen verdientermaßen zumindest zum 2:1 Anschlusstreffer durch Christoph Schambeck in der 82. Minute. Aber zu mehr reichte es nicht. Die Heimmannschaft haderte mit dem Unparteiischen, weil dieser den Bogenern wohl zwei Elfmeter versagt hatte. Es war eine enttäuschende Saison für die Rautenstädter, die schnell aus den Köpfen der Bogener gestrichen werden soll. In der Relegation soll die Mannschaft an ihre Stärken glauben und versuchen den Hebel umzulegen.

In der abschließenden Pressekonferenz bemängelten beide Trainer, dass der Charakter so mancher Spieler sich zum Negativen verändert hat. Beide Trainer meinten, dass früher ein Wort gezählt hat. Wenn eine Zusage gegeben wurde, dann konnte man sich darauf verlassen.

TSV Bogen: Max Putz, Thomas Köglmeier, Dominik Hauner, Bastian Albrecht (Fabian Köglmeier 63.), Christoph Schambeck, Stefan Meyer, Daniel Nutz, Markus Rainer (Thomas Hentschel 77.) Lukas Käufl (Granit Bilalli 63.), Walter Müller, Tobias Richter;

FC Ismaning: Florian Preußer, Daniel Weber, Korbinian Beck (Adrian Joszt 61.), Anton Siedlitzki, Max Siebald, Manuel Ring, Darko Dankic, M. Aladinoglu, Daniel Steinacher, Nils Ehret, Tobias Killer;

Schiedsrichter: Fabian Kilger (Mauth)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Max Siebald (19. – Strafstoß)
         0:2 Manuel Ring (48.)
         1:2 Christoph Schambeck (82.)