Jahn II gewinnt mit 3:1 gegen den TSV – Torschütze Bogen Tobias Richter

Im Grunde genommen hat Bogen vier Treffer erzielt und dennoch verloren. Dabei wäre es nicht notwendig gewesen. Das Wort „Leo“, allgemein üblich auf den Sportfeldern, eine Ansage die für klare Verhältnisse sorgt, hat den Bogenern den Nachmittag dann völlig verdorben. Gut aufgerüstet, mit reichlicher Unterstützung aus dem Profikader ist der Jahn am Sonntag Nachmittag aufgelaufen. Entsprechend nervös und mit zu viel Respekt sind die Rautenstädter in die Begegnung gegangen. Eine Begegnung deren Ausgang für die Bogener so sehr wichtig gewesen wäre für die restlichen Spiele der Saison. Nun sind für die Bogener noch 12 Punkte zu holen. Bei optimalen Ausgang könnte sogar noch der direkte Klassenerhalt möglich sein, ansonsten müssten die Kicker der Rautenstadt nachsitzen und im schlimmsten Fall ginge es zurück in die Landesliga.

Mit Blickrichtung auf das Restprogramm des SSV Jahn, haben die Hausherren nicht nur Ergänzungsspieler des Profikaders auf den Rasen geschickt. Der Respekt der Bogener war groß, ja viel zu groß, vor den klangvollen Namen. Im ersten Durchgang waren die Hausherren zumeist Feldüberlegen. Dennoch gab es nicht viele gute Einschußmöglichkeiten für die „Rot-Weißen“ aus der Domstadt. Sie fanden einfach keine Lücken in der gut gestaffelten Abwehr der Niederbayern. In der 21. Minute war es Andreas Jünger der eine Flanke ins Zentrum brachte. Kolja Pusch war es, der Max Putz ein erstes Mal richtig prüfte. Der hatte dann aber dennoch keine große Mühe mit dem Drehschuss aus zentrale Position. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs traute sich Bogen mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. Ein erstes Schüsschen auf des Gegners Tor gab Mike Schessl in der 35. Minute ab. In der 40. Minute setzte Bogen zu einen sehenswerten Konter an. Gefällig lief die Kugel in Richtung Tor von Alexander Weidinger. Beim Abschluss von Christoph Schambeck musste er ein erstes Mal zeigen, dass er ein guter seines Faches ist. Torlos ging es in die Kabine, ein erster Teilerfolg für die Bogener.

Mit deutlich mehr Mut sind die Bogener aus der Kabine gekommen. Vom Anpfiff weg merkte man den Bogenern an, dass sie mitspielen können und wollen. Aber schon in der 49. Minute gab es einen Rückschlag. Ein saudummes Eigentor von Markus Rainer – was war passiert, von der Grundlinie wird die Kugel scharf nach innen gebracht. Markus Rainer steht zwar richtig am ersten Pfosten, aber die Kugel wird vom Standbein so unglücklich abgefälscht, dass Max Putz keine Abwehrmöglichkeit hat. Die Bogener schütteln sich kurz und drängen ab Minute 50 auf den Ausgleich. Der sollte auch bereits in der 56. Minute gelingen. Einen blitzsauberen Flügelwechsel nimmt Thomas Köglmeier nach seiner Balleroberung vor. Walter Müller startet auf der linken Seite durch. Unhaltbar marschiert er bis zur Grundlinie. Er sucht und findet im Zentrum Tobi Richter, der goldrichtig in der Box steht und zum Ausgleich trifft. Jetzt ist es ein Spiel auf Augenhöhe. Bogen ist nun dem Führungstreffer deutlich näher als die Hausherren. Wieder war es Walter Müller der in der 70. Minute den Ball erobert. Wieder bringt er den Ball ins Zentrum. Am ersten Pfosten lauert Lukas Käufl, der den Ball zunächst kontrolliert und damit die entscheidenden Sekunden verliert. Torwart Weidinger kann sich noch ausrichten und verhindert mit einem tollen Reflex den Führungstreffer. Ja, vielleicht hätte Käufl direkt abschließen müssen, die Qualität den Ball direkt zu nehmen hätte Käufl allemal und im Training hätte er das Ding allemal versenkt. Nur wenige Minuten später hatte Bogen erneut die Möglichkeit in Führung zu gehen. Ein Freistoß von Nico Tremml kommt ins Zentrum, Bastian Albrecht kommt alleinstehend an den Ball, in Rücklage versucht er von der Fünferlinie die Kugel im Netz unterzubringen. Mit viel Glück und gemeinsamen Einsatz können Torwart Weidinger und die Hausherrenabwehr den Einschlag verhindern. So kommt es, wie es häufig so kommt. Praktisch im Gegenzug kommen die Domstädter zum Führungstreffer. Ein „Deppen-Tor“ – aus Sicht der Bogener. Über Links rollt ein Angriff der Regensburger. Aus dem Halbfeld schlägt Johannes Stingl eine Flanke hoch ins Zentrum. Markus Rainer steigt hoch, vier Meter hinter ihm steht Bastian Albrecht – der berühmte „Leo“ wär`s gewesen, Albrecht hätte vermutlich ohne Probleme klären können. Aber so verlängert Rainer mit den Haarspitzen über den Kopf von Albrecht hinweg punktgenau auf Michael Faber, der kein Problem hat die Kugel vorbei an Putz im Netz zu versenken. Bogen versucht in der Folgezeit alles, kann sich aber für den Aufwand nicht belohnen. Wieder ein „Deppen-Tor“ in der 89. Minute und wieder war der „Leo“ dabei, aber dieses Mal im Umkehr-Fall. Bogen hat den Ball schon sicher, Daniel Nutz hätte an der Torauslinie klären können, Max Putz ruft Daniel den „Leo“ zu. Von hinten stochert Jakob Zitzelsberger durch die Beine von Nutz auf die Kugel zu. Diese findet den Weg durch die Beine von Max Putz ins Netz zum 3:1.

TSV Bogen: Max Putz, Thomas Köglmeier, Dominik Hauner, Bastian Albrecht, Christoph Schambeck (Lukas Käufl 58.), Granit Billali (Daniel Nutz 67.), Markus Rainer, Jurica Marcinkovic (Nico Tremml 46.), Michael Scheßl, Walter Müller, Tobias Richter;

SSV Jahn Regensburg II: Alexander Weidinger, Marco Pfab, Jakob Zitzelsberger, Max Wolf, Markus Palionis, Johannes Stingl, Pavel Panafidin, Andreas Geipl (Kilian Seitle 71.), Andreas Jünger, Kolja Pusch (Andreas Kalteis 68.), Michael Faber (Nico Schneck 84.);

Schiedsrichter: Thomas Wagner (Bad Aibling)

Zuschauer: 180

Tore: 1:0 Markus Rainer – Eigentor (49.)
         1:1 Tobias Richter (56.)
         2:1 Michael Faber (76.)
         3:1 Jakob Zitzelsberger (89.)

Besondere Ereignisse: Gelb-Rote Karte – Michael Schessl (78.)